Die Verbindung zwischen unserer Ernährung und der Geschwindigkeit, in der wir altern

In jeder unserer Zellen befinden sich kleine Organellen, die Mitochondrien genannt werden – sozusagen Kraftwerke, die die Energie produzieren, die wir zum Leben benötigen.

Was die Forschung in den letzten Jahren entdeckt hat, ist, dass diese Mitochondrien in Wirklichkeit viel mehr leisten: Sie produzieren Mikroproteine, die als echte molekulare Boten fungieren und in der Lage sind, Herz, Gehirn und Blutgefäße vor Alterung und degenerativen Erkrankungen zu schützen.

Zwei dieser Mikroproteine treten in der wissenschaftlichen Literatur zunehmend in den Vordergrund: Humanin, das erstmals im Jahr 2003 identifiziert und seitdem mit einer Verbesserung der Insulinsensitivität, dem Schutz des Herz-Kreislauf-Systems und der Erhaltung kognitiver Funktionen in Verbindung gebracht wird, sowie SHMOOSE, das erst kürzlich entdeckt wurde und in direktem Zusammenhang mit der Gesundheit des Gehirns steht.

Die Frage, die sich Wissenschaftler nun stellen, lautet: Wie kann das, was wir täglich essen, die Menge dieser Mikroproteine beeinflussen, die unsere Mitochondrien produzieren? Und die Antwort ist buchstäblich überraschend.

Eine 2026 in Frontiers in Nutrition veröffentlichte Studie, die in Zusammenarbeit zwischen der USC Leonard Davis School of Gerontology und der Sapienza Università di Roma durchgeführt wurde, analysierte die zirkulierenden Konzentrationen von Humanin und SHMOOSE bei einer Gruppe von Erwachsenen und stellte fest, dass diejenigen, die sich am strengsten an eine mediterrane Ernährung hielten, signifikant höhere Konzentrationen beider Mikroproteine im Blut aufwiesen.

Natives Olivenöl extra, Fisch und Hülsenfrüchte erwiesen sich als die Ernährungsfaktoren, die am stärksten mit höheren Humanin-Spiegeln assoziiert waren, während natives Olivenöl extra und die Reduzierung raffinierter Kohlenhydrate wie Brot, Nudeln und Weißmehlprodukte sich als entscheidend für die SHMOOSE-Spiegel erwiesen: Praktisch gesehen bestimmt das, was wir täglich zu uns nehmen, direkt die Fähigkeit unserer Mitochondrien, die Moleküle zu produzieren, die uns vor dem Altern schützen, und eine Ernährung, die reich an Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten und frischem Gemüse sowie arm an raffinierten Produkten ist, scheint diese Schutzmechanismen spürbar zu aktivieren.

Die Rolle dieser beiden Mikroproteine verdient eine eingehendere Betrachtung, da sie zwei der größten Sorgen für Menschen über 50 betrifft: Humanin wirkt, indem es Nox2 hemmt, ein Enzym, das für die Produktion reaktiver Sauerstoffspezies auf vaskulärer Ebene verantwortlich ist, und reduziert so den kardiovaskulären oxidativen Stress, der Atherosklerose und Endothelschäden zugrunde liegt.

SHMOOSE hingegen wirkt auf Ebene des Zentralnervensystems: Eine 2022 in Molecular Psychiatry veröffentlichte Studie, die von der Forschergruppe um Pinchas Cohen an der USC durchgeführt wurde, hat gezeigt, dass eine Mutation im Gen, das für SHMOOSE kodiert und bei etwa 25 % der Bevölkerung europäischer Herkunft vorkommt, mit einem um 20 bis 50 % erhöhten Alzheimer-Risiko verbunden ist.

Die normale Form des Mikroproteins hingegen schützt die Neuronen vor der Toxizität von Beta-Amyloid, dem Protein, das sich im Gehirn von Alzheimer-Patienten ansammelt, indem es den Energiestoffwechsel im Zentralnervensystem verändert und die mitochondriale Funktion der Neuronen unterstützt: Daraus lässt sich leicht ableiten, dass ein angemessener Spiegel an zirkulierendem SHMOOSE somit einen konkreten Schutzfaktor gegen kognitiven Verfall darstellen kann.

In Bezug auf die Ernährung zeigen uns die Daten klar die Richtung, die wir einschlagen sollten: eine mediterrane Grundernährung, die auf nativem Olivenöl extra als Hauptfettquelle, auf fettem Fisch (reich an herzschützenden Omega-3-Fettsäuren), Hülsenfrüchten, Obst und frischem Gemüse, bei einer deutlichen Reduzierung von raffiniertem Mehl, Zucker und allen verarbeiteten Lebensmitteln, schafft die Voraussetzungen dafür, dass unsere Mitochondrien mehr Humanin und mehr SHMOOSE produzieren.

Die Polyphenole des nativen Olivenöls extra, insbesondere Oleocanthal und Oleuropein, scheinen eine spezifische Rolle bei der Modulation der Mitochondrienfunktion zu spielen, ebenso wie die Omega-3-Fettsäuren aus fettem Fisch und die Flavonoide in Beerenobst und grünem Tee.

Was die Nahrungsergänzung betrifft, so kann die mitochondriale Unterstützung durch Coenzym Q10, PQQ (Pyrrolochinolinchinon) und Acetyl-L-Carnitin erfolgen – allesamt Verbindungen, die in der Fachliteratur mit einer Verbesserung der Mitochondrienfunktion in Verbindung gebracht werden und die stets auf der Grundlage des individuellen Profils und der spezifischen Analysen jedes Kunden individuell angepasst werden müssen.

In der Colombo-Methode arbeiten wir an all diesen Aspekten als integraler Bestandteil jedes Programms, denn wir wissen, wie sehr jedes noch so kleine Detail, wenn es sorgfältig beachtet wird, langfristig einen großen Unterschied machen und unseren Alterungsprozess sowie unseren Gesundheitszustand beeinflussen kann.

Anhand der Analyse von Entzündungsmarkern, des oxidativen Stressprofils und der Bewertung des Ernährungszustands erstellen wir für jeden Kunden einen Ernährungs- und Nahrungsergänzungsplan, der darauf abzielt, jeden Aspekt zu optimieren, und dabei an einer der tiefsten Ursachen des Alterungsprozesses und der Prävention degenerativer Erkrankungen ansetzt.

Wenn Sie verstehen möchten, wie Ihr Organismus auf zellulärer Ebene funktioniert, und einen wirklich individuellen langfristigen Präventionsplan erstellen möchten, erwarte ich Sie in meinen Praxen in Pontresina, Lugano und Zürich oder online: Einen Termin zu vereinbaren ist ganz einfach, klicken Sie einfach auf die grüne Schaltfläche unten.

KOSTENLOSES VORGESPRÄCH BUCHEN
 
Newsletter abonnieren