08 Aug. Die Gesundheit unserer Haut beginnt auf dem Esstisch
Wir wissen sehr gut, dass Kollagen die Grundlage für eine straffe, widerstandsfähige und junge Haut ist, aber oft ignorieren wir die Tatsache, dass sich seine Synthese mit der Zeit verlangsamt, wodurch die Haut weniger elastisch und faltiger erscheint: eine Veränderung, die uns oft dazu veranlasst, nach einem Wundermittel zu suchen.
Das Beste wäre jedoch, auf unsere Ernährung zu achten: Die richtige Ernährung kann uns nämlich alle Nährstoffe liefern, die wir brauchen, um das Kollagen zu unterstützen und die Zeichen der Zeit zu verlangsamen.
Einer der Hauptfeinde des Kollagens ist der oxidative Stress, der die Strukturfasern der Haut angreift und deren Regeneration behindert. In einer im Journal Of Investigative Dermatology veröffentlichten Studie haben Forscher beobachtet, dass die Einnahme von Vitamin C und Lycopin (zwei starke Antioxidantien) zum Schutz der Kollagenstruktur beiträgt und die Dichte und Elastizität über einen längeren Zeitraum stabil hält. Vitamin C spielt nämlich eine direkte Rolle bei der Kollagensynthese, da es nicht nur vor freien Radikalen schützt, sondern auch als unverzichtbarer Cofaktor für das Enzym Prolylhydroxylase wirkt, das die Bildung von Kollagenfasern ermöglicht.
Es gibt jedoch noch einen zweiten Aspekt zu berücksichtigen: Kollagen wird vom Körper aus bestimmten Aminosäuren wie Glycin, Prolin und Hydroxyprolin gebildet, deren Verfügbarkeit zusammen mit anderen Cofaktoren wie Zink und Kupfer die Fähigkeit des Körpers zur Geweberegeneration bestimmt.
Es ist ganz einfach, Nährstoffe, die die Kollagenproduktion fördern, in unsere tägliche Ernährung aufzunehmen: Zu den wichtigsten gehören Zitrusfrüchte, Kiwis, Beeren und Paprika, die alle reich an Vitamin C und schützenden Flavonoiden sind. Eier und Hülsenfrüchte liefern die essentiellen Aminosäuren, die für den Aufbau der Proteinstruktur des Kollagens notwendig sind, während fetter Fisch eine wertvolle Quelle für Omega-3-Fettsäuren ist, die Entzündungen reduzieren und die Feuchtigkeitsversorgung der Haut fördern, wodurch ihr Aussehen und ihre Dichte verbessert werden.
Hervorragend sind auch Lebensmittel wie Walnüsse, Leinsamen, Avocados und natives Olivenöl extra, die gute Fette enthalten, die die Elastizität der Haut erhalten können. Grünes Blattgemüse liefert hingegen Chlorophyll, ein Pigment, das laut neuesten Forschungen dazu beiträgt, den altersbedingten Abbau von Kollagen zu verhindern.
Ein oft übersehener Aspekt ist hingegen der übermäßige Verzehr von Einfachzuckern, die sich an Kollagen binden und in einem als Glykation bezeichneten Prozess starre und unorganisierte Strukturen bilden, wodurch die Haut weniger flexibel und anfälliger für Schäden wird.
In bestimmten Lebensphasen, insbesondere nach dem 40. Lebensjahr oder in Zeiten starken Stresses, kann der Körper eine spezifische Nahrungsergänzung zur Unterstützung benötigen, wie z. B. hydrolysiertes Kollagen, eine Form, die von unserem Körper leicht aufgenommen werden kann.
Eine in Nutrition & Metabolism veröffentlichte Studie hat gezeigt, dass die tägliche Einnahme dieses Nährstoffs über acht Wochen zu einer signifikanten Verbesserung der Hautelastizität und -feuchtigkeit führen kann, mit messbaren Auswirkungen auch in den tieferen Hautschichten.
Diese Art der Nahrungsergänzung, kombiniert mit der richtigen Dosis an Vitamin C, Zink und Kupfer, kann die endogene Synthese anregen und einen konkreten Nutzen für die Haut bieten.
Ein weiteres Thema, das beachtet werden muss, ist die Darmgesundheit: Dieses Organ ist nämlich sehr wichtig für die Verfügbarkeit der Nährstoffe, die für die Kollagensynthese notwendig sind. Bei Entzündungen oder Durchlässigkeit kann die Aufnahme von Vitamin C, Zink und Aminosäuren beeinträchtigt sein, wodurch die Fähigkeit des Körpers, gesundes Bindegewebe zu erhalten, verringert wird.
Vergessen wir nicht die Bewegung: Körperliche Aktivität kann dazu beitragen, die Durchblutung und Sauerstoffversorgung des Gewebes zu verbessern, den Hautstoffwechsel anzuregen und die Produktion neuer Fasern zu fördern. Darüber hinaus wirkt sich körperliche Bewegung positiv auf die Hormone aus, die die Proteinsynthese regulieren, wie das Wachstumshormon und DHEA, die beide an der Zellregeneration beteiligt sind.
In meiner Arbeitsweise werden einzelne Elemente nie als separate Einheit behandelt, sondern als Teil eines tieferen Systems: Aus diesem Grund geht die Colombo-Methode immer von einer umfassenden Bewertung des Stoffwechsel-, Entzündungs- und Hormonstatus der Person aus, analysiert Anzeichen und Symptome, die Aufschluss über den inneren Zustand des Körpers geben, und wirkt dann multifaktoriell, um das richtige biologische Gleichgewicht wiederherzustellen und eine stabile und physiologische Verbesserung zu erreichen.
Die Gesundheit der Haut ist einer der offensichtlichsten Ausdruck unseres Gesundheitszustandes: Wenn Sie feststellen, dass sich etwas verändert hat, könnte es an der Zeit sein, innezuhalten und auf die Signale zu hören, die uns unser Körper sendet.
Wenn Sie darüber sprechen möchten, erwarte ich Sie in einer meiner Praxen in der Schweiz (in Lugano, Pontresina oder Zürich) zu einer ersten Beratung: Mit einem individuell abgestimmten Programm können wir gemeinsam daran arbeiten, den Organismus von innen heraus zu unterstützen und das Gleichgewicht und die Vitalität wiederherzustellen. Um einen ersten Beratungstermin (auch online) zu vereinbaren, klicken Sie einfach auf die grüne Schaltfläche unten.