12 Sep. Energie, Klarheit, Langlebigkeit: die verborgene Rolle der Mikronährstoffe.
Wenn wir an das Älterwerden denken, kommen uns sofort Dinge wie Falten, graue Haare oder ein paar zusätzliche Schmerzen in den Sinn… Was wir jedoch oft vergessen, ist, dass der eigentliche Verfall viel früher beginnt, mit kleinen Anzeichen von Müdigkeit, Schwierigkeiten, sich an einen Namen zu erinnern, oder Verlust der Muskelkraft; All diese Faktoren treten nicht zufällig auf, sondern sind immer auf Mangelerscheinungen zurückzuführen, wie zum Beispiel den Mangel an bestimmten Mikronährstoffen, die zwar nur in geringen Mengen vorhanden sind, aber die lebenswichtigen Funktionen unseres Körpers und unseres Geistes unterstützen.
Wir leben in einer Zeit, in der Lebensmittel immer verfügbar sind, aber nicht unbedingt reich an dem, was wir wirklich brauchen: Obst und Gemüse, das auf ausgelaugten Böden angebaut wird, Verarbeitungsprozesse, die den Vitamingehalt reduzieren, Lebensstile, die den Bedarf an bestimmten Nährstoffen erhöhen, und grassierende Umweltverschmutzung: All dies führt zu einer paradoxen Situation, in der wir zwar viel essen, aber Gefahr laufen, nicht genügend Mikronährstoffe aufzunehmen.
Die Folgen zeigen sich vor allem mit zunehmendem Alter: Ein erstes Alarmsignal kommt immer von unseren kognitiven Funktionen.
Eine im Journal of Alzheimer’s Disease veröffentlichte Studie hat gezeigt, dass ein niedriger Vitamin-D-Spiegel mit einem erhöhten Risiko für kognitive Beeinträchtigungen bei älteren Menschen verbunden ist. Es geht also nicht nur um brüchige Knochen, sondern auch um Gedächtnis, Aufmerksamkeit und Lernfähigkeit, die von einem oft unterschätzten Mikronährstoff beeinflusst werden.
Ebenso kann auf körperlicher Ebene ein Magnesiummangel die Muskelleistung und die Energieregulierung beeinträchtigen: In einer Studie, die in Nutrients veröffentlicht wurde, haben Wissenschaftler beobachtet, dass ein suboptimaler Magnesiumspiegel mit einer höheren Inzidenz von Sarkopenie (dem fortschreitenden Verlust von Muskelmasse und -kraft, der typisch für das Altern ist) korreliert.
Zwei Beispiele also, die zeigen, wie kleine Ungleichgewichte den Weg für viel größere Probleme ebnen können. Glücklicherweise können wir schon bei der Ernährung viel bewirken.
Eine abwechslungsreiche und nährstoffreiche Ernährung ist nach wie vor die beste Form der Vorbeugung: Je bunter der Teller, desto mehr Antioxidantien und Phytonährstoffe wie Polyphenole aus roten Früchten, Lycopin aus Tomaten oder Lutein aus grünem Blattgemüse sind enthalten, um nur einige zu nennen.
Hochwertige Proteine in Verbindung mit einem guten Anteil an Mikronährstoffen finden sich nicht nur in weißem Fleisch oder Fisch, sondern auch in Hülsenfrüchten (reich an Eisen und Zink) und in Trockenfrüchten, die eine ausgezeichnete Quelle für Magnesium und Vitamin E sind.
Eier sind dank ihres Cholin-Gehalts optimal für unser Gehirn, während fermentierte oder mit Fermenten angereicherte Lebensmittel das Gleichgewicht unserer Darmflora unterstützen können (die laut neuesten Forschungen zunehmend mit den kognitiven Funktionen in Verbindung gebracht wird).
Das Problem ist jedoch, dass oft die Ernährung allein nicht ausreicht: Bestimmte Lebensumstände wie chronischer Stress, schlechte Schlafhygiene oder die Einnahme bestimmter Medikamente können den Bedarf an Mikronährstoffen erhöhen und ihn weit über das hinaus steigern, was durch die tägliche Ernährung gedeckt werden kann.
In diesen Fällen kann eine Ergänzung mit bestimmten Nährstoffen erforderlich sein, immer unter Anleitung und Beobachtung unseres Ernährungsberaters des Vertrauens.
Vitamin D ist vor allem in Ländern mit geringer Sonneneinstrahlung im Winter eines der deutlichsten Beispiele, aber auch Omega-3-Fettsäuren, insbesondere wenn die Ernährung wenig fetten Fisch oder andere Lebensmittel enthält, die diese Fettsäuren enthalten. Es ist jedoch wichtig, Eigenmächtigkeiten zu vermeiden, da ein Überschuss genauso schädlich sein kann wie ein Mangel, wenn nicht sogar schädlicher. Die Nahrungsergänzung muss daher immer individuell angepasst, durch gezielte Analysen bewertet und in einen umfassenderen Lebensstil integriert werden.
Genau diesen Ansatz verfolge ich mit der Colombo-Methode, einem auf jede Person zugeschnittenen Programm, denn jeder Mensch hat seine eigene Geschichte, seinen eigenen Stoffwechsel und seine eigenen Bedürfnisse: Deshalb beschränkt man sich nicht nur auf die Kontrolle des Gewichts oder der Ernährungsgewohnheiten, sondern geht viel tiefer und verwendet eine multidisziplinäre Methode, die spezifische Blutuntersuchungen, die Bewertung des Mikronährstoffspiegels, die Analyse der Darmmikrobiota, die Kontrolle von Stress und Schlafqualität umfasst.
Nur so ist es möglich, eine Ernährungsstrategie zu entwickeln, die den körperlichen und kognitiven Verfall verhindert und Energie und Klarheit für die kommenden Jahre garantiert.
Denken Sie daran, nicht auf schwerwiegende Symptome zu warten, bevor Sie handeln: Das wahre Geheimnis der Prävention besteht darin, einzugreifen, bevor die Alarmglocken zu Sirenen werden.
Sich um seine Ernährung zu kümmern und aktiv zu kontrollieren, welche Nährstoffe wir zu uns nehmen, bedeutet, in die Qualität unserer Lebenszeit zu investieren: mehr Energie für den Alltag, mehr geistige Klarheit, mehr körperliche Kraft.
Wenn Sie das Gefühl haben, dass es Zeit ist, einen Schritt mehr für Ihre Gesundheit zu tun, lade ich Sie ein, einen Termin mit mir zu vereinbaren, indem Sie auf die grüne Schaltfläche unten klicken: Wir können uns in meinen Praxen in Lugano, Pontresina und Zürich oder online treffen, um gemeinsam einen Weg einzuschlagen, der Ihr langfristiges Wohlbefinden in den Mittelpunkt stellt.
Denken Sie daran: Jeder Tag, an dem Sie sich entscheiden, sich um sich selbst zu kümmern, ist ein gewonnener Tag, kein verlorener.