Hashimoto-Thyreoiditis: Symptome, Diagnose und Behandlung.

Die Hashimoto-Thyreoiditis ist eine chronisch-entzündliche Schilddrüsenerkrankung, die zu einer Beeinträchtigung ihrer Funktion führt.

Es handelt sich um eine weit verbreitete Autoimmunkrankheit, die hauptsächlich Menschen im Alter zwischen 45 und 65 Jahren betrifft, unabhängig vom Geschlecht (obwohl Frauen anscheinend stärker betroffen zu sein scheinen). Da es sich um eine erbliche Erkrankung handelt, kann sie leicht bei mehreren Mitgliedern derselben Familie auftreten.

Neben den genetischen Ursachen gibt es verschiedene externe Faktoren, die sie auslösen können, wie z.B. Herpes-Virus-Infektionen, Epstein-Barr, Cytomegalo-Virus, hormoneller Stress, Exposition gegenüber ionisierender Strahlung und intestinale Permeabilität (Leaky-Down- Syndrom).

Aus noch nicht bekannten Gründen wird die Schilddrüse von weissen Blutkörperchen befallen und unser Körper produziert Antikörper, die sie angreifen (Anti-Thyroglobulin-Antikörper, Anti-Thyrooperoxidase und entzündliche Zytokine, die den Prozess chronisch machen), was zu einer asymptomatischen Vergrösserung der Schilddrüse führt (manchmal durch ein Völlegefühl am Hals empfunden).

Wie diagnostiziert man die Hashimoto-Thyreoiditis?

Bei Verdacht auf eine Unterfunktion der Schilddrüse ist es notwendig, die Hormone TSH, T3, T4, fT3 und fT4 durch eine Blutanalyse zu überprüfen sowie nach Anti-Thyroglobulin, Anti-Thyrooperoxidase und Anti-TSH-Antikörpern zu suchen, die mehr Informationen über die Pathologie geben können.

Die meisten Patienten mit einer Hashimoto-Thyreoiditis zeigen auch Zustände der Hypovitaminose-D (ein wichtiges Vitamin im Kalziumstoffwechsel, aber nicht nur: es hat eine grosse Abwehrkapazität bei Autoimmunprozessen, deshalb ist es besser, seine Werte regelmässig zu überprüfen).

Ein weiterer wichtiger Punkt ist eine gründliche Analyse von Mineralien und Vitaminen zur Kontrolle der Selen-, Zink-, Vitamin A- und Vitamin D-Spiegel, die, wenn sie niedrig sind, die Schilddrüsenfunktion weiter verlangsamen könnten.

Nach der Feststellung seines Vorliegens muss man die eigentliche Ursache ermitteln, die zum Auftreten der Krankheit geführt hat, um festzustellen, ob sie genetisch bedingt oder von äusseren Faktoren abhängig ist; im zweiten Fall ist es ratsam, neben einer vollständigen Blutuntersuchung auf mögliche Infektionen auch einen Darmmikrobiomtest durchzuführen, um die Zusammensetzung der Bakterienflora zu überprüfen und eventuell spezifische Probiotika und Präbiotika zur Wiederherstellung des Eubiosezustandes zu integrieren.

Was sind die Symptome der Hashimoto-Thyreoiditis?

Es handelt sich um eine langsam fortschreitende Pathologie, so dass es schwierig ist, sie schon in einem sehr frühen Stadium zu erkennen, so dass ihre Symptome oft mit den klassischen Symptomen des Alterns wie Müdigkeit, Konzentrationsdefizit und verminderter Energie verwechselt werden.

Mit dem Fortschreiten der Erkrankung werden die Symptome jedoch immer stärker und können unter anderem folgende Punkte umfassen:

  • Gewichtszunahme oder Schwierigkeiten beim Abnehmen,
  • Bradykardie,
  • Krämpfe und Muskelschmerzen,
  • Bauchschwellungen,
  • Schwellungen am Hals,
  • Wassereinlagerung,
  • Intoleranz gegen Kälte,
  • Hyperhidrose,
  • Müdigkeit.

 

Die diätetische Behandlung der Krankheit zielt auf die Verbesserung der Symptome und die Eindämmung der Entzündung ab, die mit einer entzündungshemmenden Ernährung und der korrekten Wiederherstellung der Darmflora angestrebt wird: Auf diese Weise wird es möglich sein, den Wert der Schilddrüsenantikörper zu senken, indem die Symptome der Erkrankung gemildert werden.

Daher sollten alle entzündungsfördernden Nahrungsmittel wie Milchprodukte und Gluten eliminiert und der Konsum von alkoholischen Getränken eingeschränkt werden (laut der Epic-Studie – European Prospective Investigation into Cancer and Nutrition steht ein längerer Alkoholmissbrauch mit einem erhöhten Risiko für Schilddrüsenkrebs in Zusammenhang, insbesondere bei Frauen).

Folgendes darf nicht fehlen:

  • Selen: hilft enzymatischen Proteinen, das Prähormon T4 in die aktive Form T3 umzuwandeln, und ist in Hülsenfrüchten, Getreide, Gemüse, Eigelb und Blaufisch zu finden.
  • Zink: hilft der Schilddrüse und nimmt an zahlreichen enzymatischen Aktivitäten teil; es ist in Hülsenfrüchten, Getreide und Gemüse zu finden.
  • Tyrosin: eine Aminosäure (Vorstufe von Thyroxin), die bei Menschen mit ausgeprägtem Stress oft fehlt; wir finden sie in Fisch, weissem Fleisch, Mandeln, Bananen, Sesam und Avocado.

 

In den schwerwiegendsten Fällen und wenn sich eine Schilddrüsenunterfunktion entwickelt, kann es auch notwendig sein, eine medikamentöse Therapie auf der Basis von Schilddrüsenhormonen zu kombinieren (auch nützlich, um die Grösse einer vergrösserten Schilddrüse zu reduzieren).

Ich empfehle Ihnen, regelmässig Präventivkontrollen durchzuführen: Sie ermöglichen es Ihnen, alle Parameter zu überwachen und bei der geringsten Warnmeldung sofort zu handeln.

 


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